Medilab24
Neue Cholesterin-Richtlinien zielen auf 50%ige Reduzierung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ab

Neue Cholesterin-Richtlinien zielen auf 50%ige Reduzierung des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos ab

Antinukleäre Antikörper, allgemein als ANA bekannt, sind eine Gruppe von Autoantikörpern, die fälschlicherweise Proteine angreifen, die sich im Zellkern befinden. Der Zellkern ist das Kontrollzentrum der Zellen, das genetisches Material enthält. Normalerweise produziert das Immunsystem Antikörper, um fremde Eindringlinge wie Bakterien und Viren zu bekämpfen. Bei bestimmten Autoimmunerkrankungen produziert der Körper jedoch Antikörper, die seine eigenen Zellen und Gewebe angreifen. Ein ANA-Test ist ein Bluttest, der das Vorhandensein dieser antinukleären Antikörper im Blutkreislauf nachweist.

Ärzte veranlassen ANA-Tests, wenn sie eine Autoimmunerkrankung vermuten, insbesondere Bindegewebserkrankungen. Der Test wird am häufigsten zur Diagnose von systemischem Lupus erythematodes verwendet, oft einfach Lupus genannt, einer chronischen Autoimmunerkrankung, die mehrere Organe und Gewebe betreffen kann. ANA-Tests können auch angefordert werden, wenn Patienten Symptome wie anhaltende Gelenkschmerzen, unerklärliches Fieber, ungewöhnliche Müdigkeit, Hautausschläge oder Muskelschwäche aufweisen. Der Test kann auch bei der Diagnose anderer Autoimmunerkrankungen helfen, darunter Sjögren-Syndrom, Sklerodermie, rheumatoide Arthritis und Mischkollagenose.

Der ANA-Test wird typischerweise mit einer Methode durchgeführt, die indirekte Immunfluoreszenz genannt wird. Eine Blutprobe wird vom Patienten entnommen und das Serum wird auf einen Objektträger mit menschlichen Zellen gegeben. Wenn antinukleäre Antikörper im Blut vorhanden sind, binden sie sich an die Zellkerne dieser Zellen. Anschließend wird ein fluoreszierender Farbstoff hinzugefügt, der sich an die Antikörper heftet und sie unter einem speziellen Mikroskop sichtbar macht. Die Ergebnisse werden als Titer angegeben, der die Konzentration der Antikörper anzeigt, zusammen mit einer Musterbeschreibung, die zeigt, wie die Antikörper in den Zellen erscheinen.

Ein positiver ANA-Test bedeutet nicht automatisch, dass eine Person eine Autoimmunerkrankung hat. Viele gesunde Menschen, insbesondere ältere Erwachsene und Frauen, können niedrige ANA-Werte ohne jegliche Erkrankung aufweisen. Darüber hinaus können bestimmte Medikamente, Infektionen und andere Erkrankungen positive Ergebnisse verursachen. Ein negativer ANA-Test deutet im Allgemeinen darauf hin, dass Autoimmunerkrankungen wie Lupus weniger wahrscheinlich sind, schließt sie jedoch nicht vollständig aus. Wenn ein ANA-Test positiv ist, veranlassen Ärzte in der Regel zusätzliche, spezifischere Antikörpertests, um eine Diagnose zu bestätigen und die genaue Art der Autoimmunerkrankung zu bestimmen. Diese Folgetests in Kombination mit klinischen Symptomen und körperlichen Untersuchungsbefunden helfen Ärzten, genaue Diagnosen zu stellen und geeignete Behandlungspläne zu entwickeln.