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Bluttest zur Früherkennung von Krebs

Bluttest zur Früherkennung von Krebs

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die das Verdauungssystem betrifft und spezifisch durch den Verzehr von Gluten ausgelöst wird, einem Protein, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Wenn Menschen mit Zöliakie Gluten zu sich nehmen, reagiert ihr Immunsystem, indem es den Dünndarm angreift und die winzigen, fingerartigen Ausstülpungen namens Zotten beschädigt, die die Darmwand auskleiden. Diese Zotten sind für die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung verantwortlich. Wenn sie beschädigt werden, kann der Körper essentielle Vitamine, Mineralien und andere Nährstoffe nicht richtig aufnehmen. Dies kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, einschließlich Mangelernährung, Anämie, Osteoporose und anderen Komplikationen, wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt.

Laboruntersuchungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Diagnose von Zöliakie. Der erste Schritt umfasst typischerweise Bluttests, die nach spezifischen Antikörpern suchen, die produziert werden, wenn jemand mit Zöliakie Gluten konsumiert. Die häufigsten Tests messen Gewebetransglutaminase-Antikörper (tTG-IgA) und Endomysium-Antikörper (EMA-IgA). Zusätzlich kann ein Gesamt-IgA-Spiegel-Test durchgeführt werden, da einige Menschen mit Zöliakie einen IgA-Mangel haben, was zu falsch-negativen Ergebnissen bei den Antikörpertests führen könnte. Wenn ein IgA-Mangel festgestellt wird, können stattdessen alternative Tests verwendet werden, die IgG-Antikörper messen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Bluttests nur dann genau sind, wenn die Person regelmäßig Gluten gegessen hat; eine glutenfreie Ernährung vor der Testung kann zu falsch-negativen Ergebnissen führen.

Wenn die Bluttestergebnisse auf Zöliakie hindeuten, empfehlen Ärzte in der Regel eine endoskopische Biopsie des Dünndarms, um die Diagnose zu bestätigen. Während dieses Verfahrens wird eine kleine Gewebeprobe aus der Darmschleimhaut entnommen und unter dem Mikroskop auf charakteristische Schädigungen der Zotten untersucht. Diese Biopsie bleibt der Goldstandard für die Diagnose von Zöliakie. Gentests auf spezifische Marker namens HLA-DQ2 und HLA-DQ8 können ebenfalls durchgeführt werden, da fast alle Menschen mit Zöliakie eine oder beide dieser genetischen Varianten tragen. Das Vorhandensein dieser Gene bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass jemand Zöliakie entwickeln wird, da sie auch bei einem erheblichen Teil der Allgemeinbevölkerung vorhanden sind.

Die einzige wirksame Behandlung für Zöliakie ist die strikte Einhaltung einer lebenslangen glutenfreien Ernährung. Sobald Gluten aus der Ernährung eliminiert wird, beginnt die Darmschädigung typischerweise zu heilen und die Symptome verbessern sich. Nachfolgende Bluttests können mehrere Monate nach Beginn einer glutenfreien Ernährung durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Antikörperspiegel sinken, was auf eine ordnungsgemäße Einhaltung der Diät und Heilung des Darms hinweist. Regelmäßige Überwachung durch Laboruntersuchungen hilft medizinischen Fachkräften zu beurteilen, wie gut jemand seine Erkrankung bewältigt und ob sich die Darmschleimhaut richtig erholt.