Bluttest könnte Alzheimer-Risiko bis zu 10 Jahre vor den Symptomen erkennen
Lipoprotein(a), allgemein als Lp(a) abgekürzt, ist eine spezifische Art von Lipoproteinpartikel, das im Blut vorkommt. Es besteht aus einem Lipoprotein niedriger Dichte (LDL)-Kern mit einem zusätzlichen Protein namens Apolipoprotein(a), das daran gebunden ist. Im Gegensatz zu anderen Cholesterinpartikeln werden die Lp(a)-Spiegel hauptsächlich durch Genetik und nicht durch Ernährung oder Lebensstilfaktoren bestimmt. Erhöhte Lp(a)-Spiegel sind mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden, einschließlich Herzinfarkt und Schlaganfall, sowie kalzifizierender Aortenklappenstenose. Die Untersuchung auf Lp(a) hilft, Personen zu identifizieren, die möglicherweise eine vererbte Veranlagung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, die durch Standard-Cholesterintests nicht erkannt würde.
Der Lp(a)-Test misst die Konzentration von Lipoprotein(a) im Blut, die typischerweise in Milligramm pro Deziliter (mg/dL) oder Nanomol pro Liter (nmol/L) angegeben wird. Dieser Test wird normalerweise an einer Blutprobe durchgeführt, die aus einer Vene im Arm entnommen wird. Im Gegensatz zu Cholesterintests ist vor einem Lp(a)-Test im Allgemeinen kein Fasten erforderlich, da die Nahrungsaufnahme die Lp(a)-Spiegel nicht wesentlich beeinflusst. Der Test ist besonders nützlich für Menschen mit einer familiären Vorgeschichte früher Herzerkrankungen, solche, die trotz normaler Cholesterinwerte kardiovaskuläre Ereignisse hatten, oder Personen mit wiederkehrenden Herz-Kreislauf-Problemen trotz angemessener Behandlung.
Die Lp(a)-Spiegel bleiben im Laufe des Lebens einer Person tendenziell relativ stabil, da sie weitgehend genetisch bestimmt sind. Normale oder wünschenswerte Lp(a)-Spiegel werden im Allgemeinen als weniger als 30 mg/dL oder weniger als 75 nmol/L angesehen, obwohl die spezifischen Referenzbereiche zwischen den Laboren variieren können. Werte über diesen Schwellenwerten sind mit progressiv höherem kardiovaskulärem Risiko verbunden. Da Lp(a) vererbt wird, treten erhöhte Werte häufig familiär gehäuft auf, und eine Untersuchung kann für Familienmitglieder von Personen mit hohen Lp(a)-Spiegeln empfohlen werden.
Die Behandlung erhöhter Lp(a)-Spiegel kann herausfordernd sein, da traditionelle cholesterinsenkende Interventionen wie Ernährungsumstellung und Bewegung nur minimale Auswirkungen auf die Lp(a)-Konzentrationen haben. Einige Medikamente, einschließlich bestimmter Arten von cholesterinsenkenden Arzneimitteln, können helfen, die Lp(a)-Spiegel zu senken, obwohl ihre Wirksamkeit variiert. Für Personen mit hohem Lp(a) konzentrieren sich Gesundheitsdienstleister typischerweise darauf, andere modifizierbare kardiovaskuläre Risikofaktoren wie LDL-Cholesterin, Blutdruck, Rauchen und Diabetes aggressiv zu behandeln. Regelmäßige Überwachung und eine umfassende Strategie zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos sind für Menschen mit erhöhten Lp(a)-Spiegeln unerlässlich.
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